Für viele SAP®-Bestandskunden rückt eine wichtige Frist immer näher:
Die reguläre Mainstream-Wartung für zentrale Anwendungen der SAP Business Suite 7® läuft Ende 2027 aus. Eine kostenpflichtige Extended Maintenance ist für bestimmte Lösungen noch bis Ende 2030 vorgesehen. (SAP Support Portal)
Für viele Unternehmen scheint die Konsequenz deshalb bereits festzustehen:
Wir müssen auf SAP S/4HANA wechseln. Aber stimmt das wirklich?
Ein Wechsel von SAP ERP beziehungsweise SAP ECC auf S/4HANA® ist kein gewöhnliches Update. Er kann ein umfangreiches Transformationsprojekt sein, das erhebliche interne Ressourcen bindet, Prozesse verändert und hohe Investitionen erfordert.
Deshalb sollte vor dem Start eine grundsätzliche Frage beantwortet werden:
Ist S/4HANA® für unser Unternehmen tatsächlich die beste Lösung?
Oder wäre es wirtschaftlich und strategisch sinnvoller, den Markt neu zu prüfen?
Viele Unternehmen vergleichen lediglich verschiedene Wege zur S/4HANA®-Migration:
🔹 Brownfield 🔹 Greenfield 🔹 Selective Data Transition 🔹 On-Premises 🔹 Private Cloud 🔹 Public Cloud
Was dabei häufig fehlt, ist die wichtigste Alternative:
Die ergebnisoffene Auswahl eines vollständig neuen ERP-Systems.
Denn wer ohnehin Prozesse analysieren, Daten bereinigen, Schnittstellen überprüfen, Eigenentwicklungen bewerten und erhebliche Projektbudgets bereitstellen muss, sollte nicht automatisch davon ausgehen, dass der bisherige Hersteller auch für die nächsten zehn oder fünfzehn Jahre die beste Wahl ist.
Eine Migration ist nicht automatisch günstiger als eine Neueinführung
Auf den ersten Blick erscheint der Verbleib bei SAP® als der sicherste und einfachste Weg.
Doch die tatsächlichen Kosten entstehen nicht nur durch Softwarelizenzen oder Cloud-Abonnements.
Berücksichtigt werden müssen unter anderem:
- technische Migration und Systemkonvertierung
- Anpassung oder Ablösung bestehender Eigenentwicklungen
- Überarbeitung von Schnittstellen
- Datenmigration und Datenbereinigung
- Prozessharmonisierung
- Testaufwand
- Schulung der Mitarbeitenden
- externe Beratung
- interne Projektressourcen
- Betriebs- und Infrastrukturkosten
- zukünftige Lizenz- und Wartungskosten

Nicht zuerst migrieren. Zuerst Analysieren! Bild: ChatGPT
Hinzu kommt eine entscheidende Frage:
Wie viel vom heutigen SAP-System wird tatsächlich noch benötigt und wie viel Komplexität wurde über Jahrzehnte aufgebaut?
Eine moderne ERP-Lösung eines anderen Anbieters kann möglicherweise:
1. funktional besser zum heutigen Geschäftsmodell passen
2. standardnähere Prozesse ermöglichen
3. schneller eingeführt werden
4. einfacher bedienbar sein
5. geringere Betriebs- und Lizenzkosten verursachen
6. mehr Flexibilität für zukünftige Veränderungen bieten
Das muss nicht zwangsläufig so sein. Aber es sollte geprüft werden.
Nicht SAP® gegen den Rest, sondern die mögliche Lösung gegen die aktuellen Anforderungen
Denn: Eine neutrale ERP-Auswahl darf nicht mit dem gewünschten Ergebnis beginnen.
Die richtige Reihenfolge lautet:
- Geschäftsziele und zukünftige Anforderungen definieren
- heutige Prozesse und Systemprobleme analysieren
- notwendige Funktionen priorisieren
- realistische Gesamtkosten vergleichen
- geeignete Anbieter und Lösungen ausschreiben
- S/4HANA® und alternative ERP-Systeme objektiv bewerten
Erst danach sollte entschieden werden, ob:
- eine technische SAP® Migration,
- eine weitgehend neue S/4HANA® Einführung
- oder der Wechsel zu einem anderen ERP-Anbieter
den größten wirtschaftlichen und strategischen Nutzen bringt.

Die Wartung kauft Zeit aber keine Entscheidung! Bild: ChatGPT
Die verlängerte Wartung kauft Zeit aber keine Entscheidung!
Das bestehende System wird nach dem Ende der Mainstream-Wartung nicht plötzlich aufhören zu funktionieren.
Ohne passende Wartungs- und Supportstrategie steigen jedoch die Risiken: beispielsweise durch fehlende reguläre Updates, eingeschränkte Weiterentwicklung, neue gesetzliche Anforderungen, Sicherheitsfragen und eine zunehmend schwierige Verfügbarkeit geeigneter Spezialisten.
Die optionale Extended Maintenance bis Ende 2030 kann zusätzlichen Handlungsspielraum schaffen. (SAP Support Portal)
Sie ersetzt aber keine langfristige ERP-Strategie.
Und sie beantwortet nicht die entscheidende Frage:
Ist SAP S/4HANA® für Ihr Unternehmen immer noch wirklich die beste und wirtschaftlichste Zukunftslösung?
Jetzt analysieren: bevor Zeitdruck die Entscheidung bestimmt
Eine fundierte ERP-Auswahl und Einführung benötigt Zeit.
Je später Unternehmen beginnen, desto kleiner wird der Handlungsspielraum. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass Entscheidungen unter Termindruck getroffen werden und verfügbare Beratungs- sowie Implementierungsressourcen knapper werden.
Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine unabhängige Analyse und Ausschreibung.
Nicht mit dem Ziel, SAP® zwangsläufig abzulösen.
Sondern mit dem Ziel, eine belastbare Antwort zu erhalten:
Was ist für unser Unternehmen funktional, wirtschaftlich und strategisch die beste ERP-Lösung?
Als neutraler Digitalisierungsberater unterstütze ich Unternehmen dabei,
- die tatsächlichen Anforderungen zu ermitteln,
- SAP S/4HANA® mit geeigneten Alternativen zu vergleichen,
- realistische Gesamtaufwände und Kosten zu bewerten,
- eine herstellerneutrale Ausschreibung durchzuführen
- und die richtige Investitionsentscheidung vorzubereiten.
Denn eine ERP-Entscheidung dieser Größenordnung sollte nicht allein deshalb getroffen werden, weil der bisherige Anbieter einen technologischen Wechsel vorgibt.
Nutzen Sie den notwendigen Veränderungsdruck für eine echte Marktprüfung.
Mehr Informationen: www.der-digitalisierungsberater.de
Wo steht Ihr Unternehmen heute?
Ist der Wechsel auf S/4HANA bereits entschieden oder wird noch ergebnisoffen geprüft, ob eine andere ERP-Lösung langfristig besser und sogar günstiger wäre?
Genau dabei können wir Ihnen mit unserer Methodik, den Tools und 40+ Jahren Erfahrung helfen.
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