Es hätte so schön sein können … aber ….
Weihnachten im Beratungsmobil. Am Lagerfeuer was Leckeres brutzeln, ein köstliches heißes Getränk und ganz viel Natur um mich herum.
Im Dezember die ersten Fahrten zu Kunden, die schon richtig neugierig sind, wie mein Beratungsmobil so ausgestattet ist. Vielleicht die erten Interviews nach dem Motto „auf der Couch beim Digitalisierungsberater“.
So hatte ich mir das eigentlich vorgestellt. Reichlich naiv, oder?
Ich weiß, es gibt die „Supply Chain“ Probleme. Ich weiß, dass man lange auf ein Auto warten muss. Aber diese Nachricht war einfach nur zum Heulen.
4 Wochen vor dem Liefertermin
erhalte ich die Nachricht, dass mein Wohnmobil nicht Ende November kommt, sondern wohl erst Ende Januar. Ich bin „begeistert“ und frage mich gerade, wie gut die Planungssysteme bei Fiat sein müssen, um nicht schon viel früher zu wissen, was Sache ist.
Als Digitalisierungsberater weiß ich, dass man so was früher wissen und kommunizieren kann. Deswegen stellt sich für mich die Frage, ob man es nicht eh schon lange gewusst hat, aber einfach nicht kommuniziert. Wahrscheinlich werde ich es nie erfahren.
Einige erhaltene Informationen
- Fiat liefert in diesem Jahr keine Fahrgestelle/Chassis mehr aus
- Mein Fahrzeug hat noch keine zugewiesene Fahrgestellnummer (erst wenn man eine hat, kann man einigermaßen sicher planen)
- Der Platz, auf dem die Fahrgestelle zur Montage bei Bürstner stehen, ist wohl leer (ansonsten immer voll)
- In der Hauptsaison der Fahrzeugherstellung (also jetzt) geht auch ein Bürstner in die Kurzarbeit, weil das Grundmaterial fehlt
- Alleine mein Händler ist mit der Auslieferung bereit fast X hundert Fahrzeuge im Rückstand. (Zahl bekannt, aber nicht genannt)
- Die Saison 2023 wird es quasi nicht geben, da man ja erst einmal 2022 „aufholen“ muss
Da fragt man sich, wie dieser Rückstand eigentlich aufgeholt werden soll. Und ich selber frage mich, wie sicher denn nun der Termin Ende Januar ist.

Steht so mein Fahrgestell in der Gegend bei Fiat herum und wartet auf Teile?
Fazit: Glaube keinem Termin, den Du nicht selber „gefälscht“ hast.
Ich mache mir mal weiter Gedanken, was das für Auswirkungen auf die Händler und Kunden hat. Da gibt es einige hochinteressante und gleichzeitig erschreckende Erkenntnisse. Vielleicht hilft mir ja mein Presseausweis dabei, einige tiefergehende Informationen zu erhalten.
Mehr dazu in einem meiner nächsten Blog-Einträge.
So, nun kann ich mich entweder heulend in eine Ecke setzen, mir meine alkoholischen Restbestände hinter die Binde gießen oder einfach damit leben und mich ein „verschobenes Weihnachten“ freuen. Vielleicht ist ja eine Kombination aller drei Möglichkeiten die beste Alternative.
P.S. bis zum Umzug ins Wohnmobil gehts jetzt ab Ende November zu zweit in eine 2-Zimmer-Wohnung nach Augsburg. Ich sehe es mal als erste „Downsizing“ Übung an. Und Übung macht ja bekanntlich den Meister.
3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
Such is life. Du planst und neben dir geht das Leben auf der Überholspur weiter. Oder staut sich mit Liefer-Terminen hinter dir.
Tut mir leid Christoph.
Wird vermutlich knifflig, Kündigung der Wohnung / Auszug und Einzug in den Camper zu koordinieren.
Ich drücke euch die Daumen.
Weil ich die Idee so klasse genial und so mutig finde.
HGK
Wir sind schon aus der Wohnung raus. Jetzt bin ich quasi im „Asyl“ vor der Lieferung. Aber eines stelle ich heute schon fest: Aus München wegzugehen, war die beste Entscheidung. Hier lebt man, im Vergleich, wie im Paradies.
Dazu gibts sicher auch bald einen Blog-Eintrag.
[…] Aber dann kam der erste Hammer: nichts mehr in 2022. Lieferung „wohl“ im Januar 2023. (ich berichtete im Blog) […]